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BRUNSBÜTTEL HILFT e.V.

Aus Enttäuschung wurde Anpacken: Warum ich bis heute in der Flüchtlingshilfe aktiv bin

Ich persönlich bin ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig geworden aus einer großen Enttäuschung über die Merkel-Regierung. Ich war begeistert über die Entscheidung, diese Not leidenden Menschen nach Deutschland zu holen. Ich war überzeugt: Wir schaffen das. 

Leider hat sich dieses Versprechen dann als ziemlich leere Hülse entpuppt, es wurde mehr zu einem “Ihr schafft das schon.” Die Kommunen wurden verdonnert, Wohnraum bereit zu stellen, der Bund hielt sich vornehm zurück. Es war doch klar, dass diese Menschen erst einmal viel Hilfe brauchen würden, um sich hier in Europa – ja, die meisten Flüchtlinge sind aus Asien, auch viele aus Afrika – wenigstens einigermaßen zurecht zu finden! Gelder, um Sozialarbeiter einzustellen? Minimal. Und das mit der Rückkehr nach einigen Jahren Durchfüttern hat schon bei den Gastarbeitern nicht geklappt. 

Ich hatte und habe weiterhin die Überzeugung, dass es niemals die Schwächsten sein dürfen, die die falschen – weil egoistischen – Entscheidungen der Machtelite ausbaden müssen. Wenn da schon nichts Offizielles kommt, dann müssen alle mit anpacken, die Kapazitäten haben. Ich hatte Kapazitäten und daher habe ich es als meine verdammte staatsbürgerliche Pflicht angesehen, mich in Fragen der Integration einzubringen.

Inzwischen habe ich etliche Freunde unter den Neubürgern gewonnen und die Tatsache, dass meine Hilfe hoch geschätzt wird, ist zu einem wichtigen Anteil meiner generellen Lebenszufriedenheit geworden. Ich möchte diesen Teil meines Lebens auf keinen Fall missen und werde auf jeden Fall – inshallah – so lange es geht in der Integrationshilfe aktiv bleiben.

Sebastian Hoehne

Vom Versprechen der Politik verlassen, von den Menschen bereichert.

Um den Lesefluß zu verbessern, nehmen wir gegebenenfalls stilistische Anpassungen und Korrekturen vor.
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